Hansestadt, 21.06.2012 - 26 Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis des Lüneburger Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols (CDU) waren seiner Einladung zum Besuch der Schachtanlage "Konrad" in Salzgitter gefolgt. Informiert wurde über das Thema Endlagerung und den Aufbau der Schachtanlage, anschließend stand auch eine Schachtbefahrung in den Einlagerungsbereich in 850 Metern Tiefe auf dem Programm.

Mitarbeiter vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) informierten über die Arbeit unter Tage, die mögliche Endlagerung des radioaktiven Abfalls und notwendige Sicherheitskonzepte.

Schacht "Konrad" ist ein stillgelegtes Eisenerz-Bergwerk im Stadtgebiet Salzgitter, das derzeit nach Atomgesetz als erstes genehmigtes Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der Forschung und Medizin umgerüstet wird.

"Die Endlagerung von radioaktiven Abfällen ist in Deutschland im Atomgesetz (AtG) ganz klar geregelt. Der Bund muss Anlagen zur Sicherung und zur Endlagerung radioaktiver Abfälle einrichten. Den Abfall, den wir erzeugen, müssen wir auch entsorgen", sagte Pols. "Hintergrund dieser Bürger-Informationsfahrt ist, dass sich der Bürger vor Ort informieren sollte, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen neben den Informationen aus Veröffentlichungen von Medien, Parteien oder Bürgerinitiativen", so Pols weiter. Er kündigte für den Herbst auch eine Bürger-Informationsfahrt zur Schachtanlage "Asse" an.