Landkreis reagiert auf erneuten Anstieg der Corona-Infektionen

Lüneburg, 09.11.2021 - Der Landkreis Lüneburg muss sich wieder auf strengere Corona-Regeln einstellen. Weil die Corona-Zahlen erneut steigen und der 7-Tage-Inzidenzwert seit fünf Werktagen über 50 liegt, gelten von morgen, 10. November, an die strengeren 3G-Regeln. Viele Bereiche sind damit nur noch für Personen zugänglich, die entweder vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Corona-Erkrankung nachweislich genesen sind oder einen negativen Test vorlegen können. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind von der erweiterten 3G-Regel ausgenommen.

Darauf muss geachtet werden:

Immer wenn in geschlossenen Räumen mehr als 25 Personen zusammenkommen – ob zu einer Sitzung, Zusammenkunft oder Veranstaltung – benötigen die Teilnehmenden einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis. Dasselbe gilt grundsätzlich für alle Gäste, die sich in einem Innenraum der Gastronomie bewirten lassen oder in einem Hotel, einer Jugendherberge oder einem anderen Beherbergungsbetrieb übernachten möchten.

Auch bei den körpernahen Dienstleistungen ist ein 3G-Nachweis Pflicht: Wer zum Beispiel zum Friseur, zur Kosmetikerin oder zur Massage geht, braucht das Dokument. Ebenso Personen, die Sportanlagen in geschlossenen Räumen nutzen. Dazu gehören nicht nur Sporthallen, sondern auch Fitnessstudios, Kletterhallen, Schwimmhallen und ähnliche Einrichtungen wie Spaßbäder, Thermen und Saunen. Für den Besuch im Theater, Kino oder ähnlichen Kultureinrichtungen benötigt man ebenfalls einen Impf-, Genesenen- oder negativen Testnachweis.

Es gibt auch einige Ausnahmen: Bei rechtlich vorgeschriebenen oder religiösen Veranstaltungen gilt die 3G-Regel nicht, auch nicht bei Sitzungen kommunaler Vertretungen wie dem Kreistag, Stadt- und Gemeinderäten. Zudem müssen bei beruflichen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen keine Nachweise erbracht werden – es sei denn, der Veranstalter besteht darauf.

Eine Warnstufe gilt derzeit noch nicht, weil die weiteren Leitindikatoren Hospitalisierung und Intensivbetten für Niedersachsen jeweils unter ihrem Grenzwert liegen.

◼︎ Hin und Her irritiert

Erst vor wenigen Tagen hatte der Landkreis die Corona-Regeln gelockert, da die Infektionszahlen gesunken waren, nun erneut die Kehrtwende. Dieses Hin und Her löst bei Kunden, aber auch bei Einzelhändlern und Gastronomen bisweilen Irritationen bis Kopfschütteln aus. Die Pressesprecherin des Landkreises Katrin Holzmann sagt dazu: "Dieses Auf und Ab ist für viele Menschen nicht leicht zu verstehen. In der Praxis verlangen viele Anbieter – vom Gastronomen übers Fitnessstudio bis zum Kino - allerdings ohnehin einen Nachweis über ein aktuelles negatives Testergebnis, die vollständige Impfung oder Genesung, und das unabhängig vom aktuellen Inzidenzwert. Es verändert sich also für die meisten Menschen durch die Allgemeinverfügung nur wenig am realen Leben."

Holzmann hat aber auch eine gute Nachricht: So ist der Landkreis Lüneburg einer von etwa zehn Landkreisen in Deutschland, deren Inzidenz derzeit noch unter 60 liegt. "Damit stehen wir recht gut da, was die Gesundheit unserer Bevölkerung angeht, aber auch die Einschränkungen."