Neue Taubenschläge sollen helfen – vorerst aber ist Mithilfe gefordert 

Lüneburg, 23.04.2022 - Für die einen sind sie friedlich gurrende Zeitgenossen, für die anderen eine Plage: Lüneburgs Stadttauben. Weil deren Zahl in Lüneburgs Innenstadt in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, gab es seitens der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Verein Stadttauben Pläne, Taubenschläge in Form von Containern an der Friedrich-Ebert-Brücke einzurichten. Das Vorhaben scheiterte, eine zweite Ausschreibung war laut Stadtverwaltung nun erfolgreicher. Doch es gibt noch Probleme.

"Die Container werden voraussichtlich bis Ende April geliefert – und anschließend taubengerecht umgebaut", teilt die Stadtverwaltung mit. Ziel der Aktion sei es, die Population der Tauben in Lüneburg langfristig zu verringern. Hansestadt und Taubenverein wollen die Vögel durch gezielte Lockaktionen in den Containern zusammenführen. Dort können die Eier der Tauben dann gegen Placebo-Eier ausgetauscht werden.

Bis die Container fertig und aufgestellt sind, dauere es laut Stadtverwaltung aber noch etwas. Das Problem: "Die Brutzeit beginnt schon jetzt und die Stadttauben suchen vermehrt nach Nistmöglichkeiten, unter anderem auf privaten Grundstücken", erklärt Mareike Hartmann vom städtischen Ordnungsamt. Aus diesem Grund bitten Stadt und Taubenverein die Lüneburger – insbesondere in der Altstadt – bereits jetzt um Mithilfe: Sobald Nester von Stadttauben entdeckt werden, sollten sie sich umgehend an den lokalen Taubenverein wenden, damit der Austausch der Eier auch dezentral an verschiedensten Standorten schnellstmöglich erfolgen kann und somit die Verringerung der Taubenpopulation zusätzlich unterstützt wird.

Ansprechpartnerin für den Eieraustausch: Stadttauben Lüneburg e.V., Frau Weinhardt, Tel. 0152–53126126. Ansprechpartnerin im Ordnungsamt: Frau Hartmann, Tel. 04131-309-3250.

 

Kommentare  

# Hubifri 2022-05-28 22:09
Jetzt, Ende Mai sind die Taubenschläge immer noch nicht fertig. Seit 2019 gibt es jedes Jahr Berichte über geplante Taubenhäuser, während sie künstlich mit kräftigen Fütterungen zur Vermehrung ermutigt werden. Die Anwohner leiden unter der Plage und den Kosten.
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