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Wirtschaft und Arbeit

Ausfall seit 50 Tagen

Elbfähre "Tanja" kann wegen Niedrigwasser weiterhin nicht fahren – Wirtschaft fordert Politik zum Handeln auf

Seit inzwischen 51 Tagen ist der Fährverkehr zwischen Darchau und Neu Darchau eingestellt. Foto: BI Ja zur Fähre - Nein zur BrückeLüneburg, 02.07.2025 - 50 Tage waren es gestern, seit die zwischen Neu Darchau und dem Amt Neuhaus verkehrende Elbfähre außer Betrieb ist. Grund ist das anhaltende Nierdrigwasser der Elbe, das eine Fahrt der Fähre von der Lauenburger Werft nach Neu Darchau verhindert. Für die regionale Wirtschaft ist das "mehr als nur ein logistisches Ärgernis", kritisieren die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) und die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Es seien 50 Tage voller Umwege, Verspätungen, abgesagter Termine. Beide Kammern fordern nun entschlossenes Handeln der Politik. 

"Mehr Vertrauen in die Marktwirtschaft statt Symbolpolitik"

MIT Lüneburg kritisiert geplante Erhöhung des Mindestlohns

Patrick Pietruck. Foto: privatLüneburg, 29.06.2025 - Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns wird kommen, wenn auch nicht in der von der SPD geforderten Höhe von 15 Euro. Die Mindestlohnkommission schlug jetzt stattdessen die schrittweise Erhöhung auf 14,60 Euro bis 2027 vor. Aller Voraussicht nach wird die Bundesregierung dem Vorschlag folgen. Bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Lüneburg stößt das auf deutliche Kritik. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen in der Region könnte die Erhöhung überfordern.

Busfahrer streiken erneut

Gewerkschaft nimmt keine Rücksicht auf Unbeteiligte und Notsituation durch Elbe-Niedrigwasser

Lüneburg, 20.05.2025 - Wie immer kommt die Nachricht kurzfristig, wie immer soll der Störeffekt möglichst groß sein. So die Streik-Ideologie von Verdi, der Gewerkschaft, die sich für die tariflichen Belange der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst stark macht. Doch wie immer nimmt sie diejenigen ins Visier, die mit all dem nichts zu tun haben: Menschen, die davon abhängig sind, dass sie pünktlich zur Arbeit kommen und dafür den Bus nutzen (müssen). Sie sind erneut die Leidtragenden des aktuellen Tarifkonflikts, der mit ihnen zwar nichts zu tun hat, aber auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Denn heute und morgen streiken erneut die Busfahrer der KVG im Landkreis Lüneburg.

Attraktivität von Lüneburg sackt weiter ab

In neuer IHKLW-Umfrage sinkt die Region erneut in der Gunst der Wirtschaft 

Die Tabelle zeigt die Handlungsfelder für den Landkreis Lüneburg zu den Standortfaktoren, bei denen die Bedeutung hoch und die Zufriedenheit gering ist: je höher die Differenz, desto dringender der Handlungsbedarf. Grafik: IHKLWLüneburg, 18.05.2025 - Wenn es um den Bau neuer Fahrradstraßen geht, ist Lüneburg ziemlich fix. In anderen Bereichen sieht es weniger erfreulich aus. Das zeigt die jüngste Umfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) zur Beurteilung der Standortattraktivität von Stadt und Landkreis Lüneburg durch die hiesige Wirtschaft. Danach beurteilen die Unternehmen die Standortbedingungen deutlich schlechter als noch vor fünf Jahren.  

Kreative Unternehmen und frische Ideen gesucht

Für die Lünale 2025 hat die Bewerbungsphase begonnen

Ein Foto von der Preisverleihung im vergangenen Jahr, mit dabei Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (hinten Mitte). Foto: WLGLüneburg, 26.04.2025 - Preisverleihungen sind ein beliebtes Mittel, auf bereits erzielte Erfolge aufmerksam zu machen oder neuen den Weg zu bahnen. Gelegentlich dienen sie aber auch dazu, sich selbst oder einen Wunschkandidaten ins rechte Licht zu rücken, wie es in journalistischen Kreisen gern praktiziert wird. Anders die in Lüneburg alljährlich vergebenen Lünale-Preise: Mit ihnen werden junge Gründer und Unternehmen ausgezeichnet, die mit schlagkräftigen Ideen oder handfesten Erfolgen aufwarten können. Jetzt läuft die neue Bewerbungsphase.

Busfahrer streiken wieder

Lüneburg, 18.04.2025 - Am Dienstag nach Ostern muss in Stadt und Landkreis Lüneburg wieder mit Ausfällen und Verspätungen im Busverkehr der KVG gerechnet werden. Grund ist ein kurzfristiger Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Amt Neuhaus ist vom Streik nicht betroffen, der Verkehrsbetrieb Ludwigslust-Parchim (VLP) fährt regulär. Der Schulunterricht findet statt, da der Landkreis nicht befugt sei, im Falle eines Streiks einen Schulausfall anzuordnen, heißt es aus dem Kreishaus.

Politik lässt Stimmung in Unternehmen aufhellen

IHK-Konjunkturklimaindex legt leicht zu – Betriebe bei Investitionen noch zurückhaltend

Das Konjunktur-Baromter der IHK Lüneburg-Wolfsburg für Nordostniedersachsen. Grafik: IHKLWLüneburg, 16.04.2025 - Die von den künftigen Regierungsparteien angekündigten Reformen und die neuen finanziellen Möglichkeiten für Infrastrukturinvestitionen zeigen in der regionalen Wirtschaft erste Wirkungen. Danach hat sich die Stimmung der Unternehmen zum Frühlingsbeginn etwas aufgehellt. Das zeigt die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) für das erste Quartal 2025. Der Konjunkturklimaindikator hat um acht Punkte zugelegt und steigt auf 94 Punkte, liegt damit aber weiterhin deutlich unter den 106 Punkten unmittelbar vor Beginn der Corona-Pandemie. 

Handwerk mahnt Reformschub an

Appell der Handwerkskammer an die künftige Bundesregierung – Neubau in Lüneburg geplant

Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer, (l.) und Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen. Foto: Fotostudio Sascha GramannStade, 09.04.2025 - Kurz vor Abschluss des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD in Berlin macht die Wirtschaft noch einmal Druck auf die Verhandlungspartner. So fordert das von der neuen Bundesregierung einen spürbaren politischen Reformschub, um seine Leistungsfähigkeit auch künftig sicherstellen zu können. Das machte Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade im Rahmen der Vollversammlung in Stade deutlich.

Nachfrage bricht ein

Bestellungen von Industriegütern aus Niedersachsen stark zurückgegangen 

Hannover, 04.04.2025 - Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen ist deutlich zurückgegangen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, sanken die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern im Februar 2025 um 15 Prozent gegenüber Februar 2024. Zwar erhöhten sich die Inlandsbestellungen um 4 Prozent, doch die Auslandsbestellungen brachen mit einem Minus von 26 Prozent regelrecht ein.

"Es geht um die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts"

Wirtschaft beklagt drastischen Anstieg der Krankmeldungen in der Region und fordert Einführung eines Karenztags

Patrick Pietruck ist Vorsitzender der CDU-nahen Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Lüneburg. Foto: privatLüneburg, 16.03.2025 - Was ist nur in der Region Lüneburg los? Diese Frage stellt sich angesichts eines Krankenstands, der inzwischen weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Während dieser im vergangenen Jahr 19 Fehltage pro Arbeitnehmer aufwies und damit schon einen europäischen Höchststand erreichte, bringt es die Region Lüneburg auf sage und schreibe 27 Krankentage. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Lüneburg warnt nun vor einer Gefährdung des Wirtschaftsstandorts und fordert Konsequenzen.

Wirtschaft drängt auf schnelle Reformen

IHKLW legt Fünf-Punkte-Sofortprogramm für künftige Regierung vor

Andreas Kirschenmann verstärkt den Druck auf die künftige Regierung. Foto: Jürgen MüllerLüneburg, 25.02.2025 - Nach der Bundestagswahl drängt die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) auf die schnelle Bildung einer stabilen Bundesregierung – und auf entschlossenes Umsteuern der Wirtschaftspolitik. Für die ersten hundert Tage der neuen Regierung hat sie zudem ein Fünf-Punkte-Sofortprogramm vorgelegt. Ziel sei es, den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. 

Auftragseingänge brechen ein

Nachfrage nach Industriegütern in Niedersachsen drastiscdh gesunken

Hannover, 05.02.2025 - Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen ist drastisch gesunken. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) berichtet, gingen die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern im Dezember 2024 um 17 Prozent gegenüber dem Dezember 2023 zurück. Die Inlandsbestellungen verringerten sich um 8 Prozent, die Auslandsbestellungen verzeichneten ein Minus von 23 Prozent. Die Nachfrage nach Investitionsgütern (-13%) sowie Vorleistungsgütern (-24%) war ebenfalls rückläufig.

Insolvenzen um ein Drittel gestiegen

Baugewerbe besonders hart getroffen – Anstieg auch bei den Privatinsolvenzen

Hannover, 28.01.2025 - Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) beantragten 1.824 Unternehmen bei den niedersächsischen Amtsgerichten die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dies waren 458 Unternehmen mehr als im Jahr 2023, was einem Plus von 33,5 Prozent entspricht. Mit 345 Fällen entfielen die meisten Unternehmensinsolvenzen auf das Baugewerbe, das damit einen Anteil von fast 20 Prozent erreichte.

Wirtschaft kommt weiter nicht in Gang

Stimmung in den Betrieben hellt sich nur leicht auf – Zurückhaltung bei den Investitionen

Der aktuelle Konjunkturklima-Index der Industrie- und Handwerkskammer Lüneburg-Wolfsburg. Grafik: IHKLW18.01.2025 - Die Stimmung der Unternehmen im Wirtschaftsraum Nordostniedersachsen hat sich im vierten Quartal 2024 etwas aus ihrem Tief gelöst – bleibt aber weiterhin stark angespannt. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) hervor, bei der im Dezember und Januar 217 Betriebe aus den Landkreisen Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Celle ihre aktuelle und künftige Wirtschaftslage eingeschätzt haben. Danach hat der Konjunkturklimaindikator um zwei Punkte auf 82 Punkte zugelegt. Dennoch bleibt der Wert deutlich unter den 106 Punkten vor Beginn der Coronapandemie.

Nachfrage nach Industriegütern bricht massiv ein

Dramatische Rückgänge im Maschinenbau und Fahrzeugbau

Hannover, 09.01.2025 - Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen ist im November 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurückgegangen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) berichtet, gingen die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern um 11 Prozent gegenüber dem November 2023 zurück. Die Inlandsbestellungen verringerten sich um 4 Prozent, die Auslandsbestellungen verzeichneten ein Minus von 17 Prozent. Während die Nachfrage nach Investitionsgütern um 18 Prozent zurückging, legte die Nachfrage nach Vorleistungsgütern um 4 Prozent zu.

Baupreise steigen erneut

Besonders hohe Anstiege im Ausbau-Handwerk

Wer bauen will, muss erneut tiefer in die Tasche greifen. Foto: LGheuteHannover, 05.01.2025 - Bauen bleibt in Niedersachsen weiterhin teuer. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im November 2024 um 2,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Spitzenreiter bei den Preissteigerungen sind die Kosten für Brandschutzarbeiten sowie bei Heizanlagen und Wassererwärmungsanlagen. Es gab aber auch Preissenkungen.

Warten auf eine neue Wirtschaftspolitik

Handwerk warnt vor teurer werdenden Leistungen und zunehmender Schwarzarbeit

Matthias Steffen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Foto: Sascha GramannBraunschweig, 29.12.2024 - Die Aussichten im Handwerk bleiben auch für das kommende Jahr trübe. Stagnierende Umsätze, steigende Kosten und zunehmende Bürokratie schlagen weiter auf die Stimmung in den Unternehmen, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Matthias Steffen. Hinzu komme die Unklarheit über den wirtschaftpolitischen Kurs der künftigen Bundesregierung. Gefordert sei nun eine klarere Ausrichtung der Wirtschaftspolitik.

Droht der Region jetzt eine Entlassungswelle?

Witte Barskamp und Focast Lüneburg melden Insolvenz an, bei Panasonic drohen Entlassungen

Das Insolvenzverfahren der Firma Witte Barskamp wurde am 6. Dezember eröffnet. Foto: privatLüneburg, 07.12.2024 - Keine guten Zeiten für Arbeitnehmer, und das kurz vor Weihnachten: Gleich zwei bekannte Unternehmen aus der Region haben Insolvenz angemeldet, bei einem weiteren drohen Entlassungen. Insgesamt rund 400 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Auslöser ist zum einen die dramatische Schieflage in der deutschen Autoindustrie, zum anderen sind es die viel zu hohen Energiekosten am Standort Deutschland.

Wirtschaft unter Trump

IHKLW lädt Unternehmen zu digitaler Brennpunktveranstaltung ein

Lüneburg, 20.11.2024 - Welche wirtschaftspolitischen Konsequenzen sind aus der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten zu erwarten? Das ist das Thema einer digitalen Brennpunktveranstaltung, zu der die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) interessierte Unternehmen am 3. Dezember einlädt.

"Können uns keine lange Hängepartie leisten"

Regionale Wirtschaftverbände warnen nach Ampel-Aus vor Stillstand 

Die Wirtschaft setzt auf neue Impulse einer neuen Bundesregierung. Foto: LGheuteLüneburg, 08.11.2024 - Nach dem Aus der Ampel-Regierung in Berlin haben sich umgehend auch die regionalen Wirtschaftsverbände zu Wort gemeldet. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg als auch die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erwarten eine stabile Bundesregierung und einen Neustart in der Wirtschaftspolitik. Die CDU-Mittelstandsvereinigung Lüneburg fordert umgehende Neuwahlen.