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Politik und Verwaltung

Eine Kampagne, die mehr Probleme schafft als löst

Die LMG will Tausende Auswärts-Pendler dauerhaft nach Lüneburg holen

Bekannte Situation am Lüneburger Bahnhof: Pendler warten am Morgen auf den Zug nach Hamburg. Deutlich mehr Pendler aber kommen aus der Gegenrichtung. Foto: LGheuteLüneburg, 22.10.2025 - Die Lüneburg Marketing GmbH – ihr Geschäft ist die Hervorhebung der Vorteile der Stadt gegenüber anderen Standorten – hat eine neue Kampagne ins Leben gerufen. Weil beim Blick auf die täglichen Pendlerzahlen festgestellt wurde, dass mehr Menschen in Lüneburg ein- als auspendeln, soll dieses Saldo-Defizit nun korrigiert werden. Die Idee der Marketing-Truppe: Zieht doch bitte alle nach Lüneburg, schließlich gibt es auch hier tolle Jobs. Das Konzept hat nur einen Haken.

Schluss mit der Datenweitergabe

Bürger können online von ihrem Selbstbestimungsrecht Gebrauch machen

Das Bürgeramt in Lüneburg gibt persönliche Daten der Lüneurger nicht weiter – allerdings nur nach entsprechendem Antrag. Foto: LGheuteLüneburg, 21.10.2025 - Wer glaubt, das in Deutschland gesetzlich verbriefte Recht auf informationelle Selbstbestimmung greife automatisch und allumfassend, sieht sich bisweilen getäuscht. Denn wie immer, wenn Politik und Staat an eigentlich geschützten Daten interessiert sind, werden diese auch bereitwillig bereitgestellt. Unter anderem an Parteien. Wer dies nicht möchte, kann sich wehren. Doch dafür bedarf es eines aktiven Handels der Betroffenen. 

Politik mit Tarnkappe

Lüneburgs Ratsfrau Andrea Kabasci hat vor Monaten die Grünen verlassen, ohne es bekannt zu machen

Andrea Kabasci ist nicht bei den Grünen, aber irgendwie dann doch. Foto: LGheuteLüneburg, 13.10.2025 - Im Lüneburger Stadrat werden sich einige Mitglieder vermutlich vor Verwunderung die Augen gerieben haben, als sie kürzlich erfuhren, dass Andrea Kabasci schon seit längerer Zeit nicht mehr Mitglied der Grünen ist. Dass Politiker ihre Partei verlassen, ist zwar nichts Ungewöhnliches, wohl aber, es nicht öffentlich bekannt zu machen. Bei Frau Kabasci kommt sogar noch ein Weiteres hinzu: Sie ist weiterhin Mitglied der Fraktion der Grünen.  

Flüchtlinge werden ins Rote Feld umgesiedelt

Stadtverwaltung will Unterkunft im Ilmenau-Center räumen 

Lüneburg, 09.10.2025 - In dieser Woche hat für 45 Flüchtlinge aus der Notunterkunft im Ilmenau-Center der Umzug in die Notunterkunft im Wilschenbrucher Weg im Lüneburger Stadtteil Rotes Feld begonnen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollen den Bewohnern damit zum einen bessere Lebensbedingungen geboten werden, zum anderen soll noch in diesem Monat der Rückbau der Unterkunft im Ilmenau-Center beginnen, wo der Mietvertrag im Februar 2026 endet.

Ende einer Alternative

Die Stadtverwaltung will die Bauwagen-Gemeinschaft umsiedeln

Die Bauwagensiedlung am nordöstlichen Stadtrand von Lüneburg steht vor ihrem Aus. Foto: LGheute Lüneburg, 01.10.2025 - Für die einen sind sie die Erfüllung eines unangepassten Lebens frei von Normen und gesellschaftlichen Zwängen, für andere eine hingenommene Duldung nicht hinzunehmender Provokationen. Gemeint ist die Bauwagensiedlung am nördlichen Stadtrand von Lüneburg, wo seit Jahren ein paar Andersdenkende ihren Idealen von einer freien Gesellschaft in Bauwagen-Idyllen nachgehen. Das soll nun ein Ende haben, vorgegeben ausgerechnet von einer Grün-regierten Stadtverwaltung. Die hat offenbar etwas gegen den Platz, auf dem die Siedler seit vielen Jahren ihr Lebensideal zu realisieren versuchen. 

Spektakulärer Fund am Bilmer Berg

Archäologen legen Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit frei

Dort, wo künftig ein weiteres Gewerbegebiet entstehen soll, gab es während der römischen Kaiserzeit schon mal ein solches. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 01.10.2025 - Einen überraschenden Fund haben Archäologen im künftigen Gewerbegebiet Bilmer Berg II in Lüneburg gemacht. Bei vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des Geländes haben die Wissenschaftler eine bedeutende Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit freigelegt. Für die Archäologen ist die ehemalige Ackerfläche im Osten der Stadt "eine wahre Fundgrube", heißt es aus dem Rathaus.

Gefährliche Autobahn-Wurfattacken haben Folgen

Staatsanwaltschaft Lüneburg erhebt Anklage gegen zwei Männer wegen versuchten Mordes

Lüneburg, 30.09.2025 - Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat Anklage erhoben gegen einen 32-jährigen und einen 22-jährigen Mann unter anderem wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes sowie des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in einer Mehrzahl von Fällen. Den beiden Angeschuldigten wird vorgeworfen, an mehreren Tagen Ende Mai/Anfang Juni diesen Jahres jeweils in den Abendstunden oder in der Nacht massive Gegenstände, darunter Warnbaken-Füße, eine Betonplatte, Steine und einen Baumstamm, von Autobahnbrücken auf die Fahrbahn, zum Teil auch direkt auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen zu haben (LGheute berichtete).

Damit das ganz große Chaos vermieden wird

Stadt stellt Forderungen für den SEV zur Bahn-Sperrung im kommenden Jahr

Der Bahnhof menschenleer, die Busse dafür umso voller. Die Lüneburger müssen sich im kommenden Jahr auf harte Monate einstellen. Foto: LGheute Lüneburg, 18.09.2025 - Verstopfte Autobahnen, überfüllte Busse, frustrierte Pendler – schon jetzt ist absehbar, dass die geplante Vollsperrung der Bahnstrecke Hamburg–Hannover im kommenden Jahr zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juli viele Menschen auf eine harte Geduldsprobe stellen wird. Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) fordert für den geplanten Schienenersatzverkehr (SEV) deshalb eine praxistaugliche Lösung. 

Notdurft im Rathaus wieder möglich

Neuer WC-Bereich wird zum Sülfmeisterfest geöffnet

Etwas versteckt: Der neue WC-Bereich im Rathausgarten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 16.09.2025 - Es hat lange gedauert, wie lange genau, können wohl nur noch Eingeweihte sagen. Jedenfalls soll der neue WC-Bereich im denkmalgeschützten Lüneburger Rathaus in Kürze seine Pforten für von Notdurft Geplagte öffnen, und zum rechtzeitig zu den bierkonsumfreudigen Sülfmeistertagen am 26. September. Zur langen Bauzeit gesellen sich auch entsprechend hohe Kosten für die Sanierung. 

Werden die Mieten weiter steigen?

Stadtverwaltung startet Befragung zur neuen Festsetzung des Mietspiegels

Wohin entwickelt sich der Mietwohnungsmarkt in Lüneburg? Eine Befragung soll Antworten liefern. Foto: LGheuteLüneburg, 12.09.2025 - Steigende Mieten sind in Lüneburg ein Dauer-Ärgernis, zumindest für die, die sie zahlen müssen. Die Nähe zum Hochpreismietenort Hamburg dürfte dabei eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Wer dort wohnt, aber die dortigen Mietpreise nicht mehr zahlen will, weicht ins Umland aus, auch nach Lüneburg. Die Folge sind steigende Mieten auch hier. Hinzu kommen hausgemachte Probleme, denn neuer günstiger Wohnraum wird hier kaum noch geschaffen. Das aber hat Auswirkungen auf die bestehenden Mietwohnungen, für die es inzwischen einen Mietspiegel gibt. Und der soll jetzt angepasst werden.

Schanzenweg bleibt Konfliktherd

SPD fordert Moratorium für umstrittenes Bauprojekt

Lüneburg, 12.09.2025 - Der Konflikt um die geplante Wohnanlage im Schanzenweg an der Grenze zum Lüneburger Senkungsgebiet geht in die nächste Runde. Die SPD-Fraktion im Rat der Hansestadt Lüneburg hat für die kommende Sitzung einen Antrag in den Bauausschuss eingebracht, mit dem der sofortige Stopp der Aktivitäten um die Wohnanlage gefordert wird.

Große Fragen, wenig Antworten

SPD diskutierte mit Vertretern aus Wirtschaft und Gewerkschaft über den schwächelnden Wirtschaftsstandort Lüneburg

Zuversicht sieht anders aus: die Teilnehmer des SPD-Fachforums zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Lüneburg. Foto: SPDLüneburg, 04.09.2025 - Lüneburg steht im Vergleich zu anderen Wirtschaftsstandorten in der Region nicht gut da. Vor allem hapert es an fehlenden Gewerbeflächen und Fachkräften, hinzu kommen die bundesweit bekannten Probleme wie zu hohe Energiekosten und ausufernde Bürokratie. Die SPD Lüneburg hat sich kürzlich des Themas angenommen und suchte in einem von ihr organisierten Fachforum nach Lösungen.

Doppelwahl am 13. September

OB-Wahl gemeinsam mit Kommunalwahl 2026 – Parteien halten sich mit Kandidaten noch zurück

Wer wird künftig im Lüneburger Rathaus das Sagen haben? Foto: LGheuteLüneburg, 29.08.2025 - Im kommenden Jahr haben die Lüneburger wieder die Wahl: Der Rat der Stadt beschloss in seiner gestrigen Sitzung, die Wahl zu Lüneburgs Oberbürgermeister am Sonntag, 13. September 2026, stattfinden zu lassen. Das ist der Tag, an dem bei der niedersachsenweiten Kommunalwahl auch ein neuer Rat gewählt wird. Der Termin für eine mögliche Stichwahl ist ebenfalls festgelegt worden.

Wechsel im Rat der Stadt

Uwe Nehring und Laura Schäfer legen Mandat nieder – Andreas Neubert und Matthias Wiebe rücken nach

Thomas Dißelmeyer (l.) freut sich über seinen neuen Fraktionskollegen Andreas Neubert. Foto: SPDLüneburg, 29.08.2025 - In der ersten Sitzung des Lüneburger Stadtrats nach der Sommerpause hat Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch gestern ein neues Ratsmitglied begrüßt und verpflichtet: Andreas Neubert (SPD). Er rückt für Uwe Nehring (SPD) in den Rat nach, der sein Mandat niedergelegt hat. Einen Wechsel gab es auch bei den Grünen.

Pauly will's nochmal wissen

Ehemaliger Linken-Politiker will mit "Volt" zurück in den Rat der Stadt

Michèl Pauly will 2026 mit Volt in den Rat der Stadt einziehen. Archiv-Foto: LGheuteLüneburg, 28.08.2025 - Der ehemalige Linken-Politiker Michèl Pauly ist zurück in der Politik. Allerdings nicht mehr bei seinen früheren Genossen, der Lüneburger ist seit Neuestem Mitglied bei "Volt", einer Partei, die sich selbst als "paneuropäische politische Bewegung" beschreibt. Bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr will sie den Einzug in die Parlamente in den Landkreisen Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg erstmals flächendeckend antreten und in alle Kreistage und Stadträte mit eigenen Vertretern einziehen. Auf LGheute erläutert Pauly seine Beweggründe.

Noch 'ne Station

Verleihsystem "Stadtrad" jetzt auch an den Sülzwiesen präsent

Lüneburgs Bereichsleiter für Mobilität, Bastian Hagmaier, freut sich über die neue Station an den Sülzwiesen. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 25.08.2025 - Lüneburg gönnt sich eine weitere "Stadtrad"-Station. Eröffnet wurde sie jetzt an den Sülzwiesen im Bereich Hinter der Sülzmauer/Am Bargenturm. Damit wächst das Netz auf insgesamt 30 Stationen im Lüneburger Stadtgebiet sowie in den vier umliegenden Gemeinden Adendorf, Bardowick, Reppenstedt und Scharnebeck.

Frust auf der Umleitungsstrecke

Neue Baustelle an der Erbstorfer Landstraße sorgt für lange Staus 

Für lange Staus sorgt die neue Baustelle an der Erbstorfer Landstraße. Foto: privatLüneburg, 20.08.2025 - Autofahrer in Lüneburg werden erneut auf eine harte Probe gestellt. Seit gestern gibt es eine Baustelle an der Erbstorfer Landstraße, der Verkehr wird dort mittels Ampelschaltung einspurig geführt. Was allein schon zu Frust und Staus führt, wird noch dadurch übertroffen, dass die Erbstorfer Landstraße derzeit Umleitungsstrecke für die gesperrte B209 im Bereich Adendorf ist. 

Ausfall im Kurpark

Springbrunnen und Teich-Umwälzung waren vorübergehend außer Betrieb

Die Fontänen des Kurpark-Brunnens blieben in der vergangenen Woche kurzzeitig aus. Foto: LGheute Lüneburg, 18.08.2025 - Der Lüneburger Kurpark ist immer einen Besuch wert, ganz besonders in diesen Tagen. Viele alte Bäume mit ihren mächtigen Kronen spenden im Sommer nicht nur angenehmen Schatten, auch der Kurparkbrunnen sorgt für erfrischende Brisen, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt. Doch genau das vermissten Besucher in der vergangenen Woche: Der Brunnen sprudelte nicht. Auch das leise Gluckern am Kurparkteich war verstummt. Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung bringt Aufklärung.

"Realitäts-Check" für mehr Akzeptanz

Modell-Entwurf fürs neue Erbbaurecht geht in die nächste Phase – Drei Termine für Betroffene

Der Protest gegen den gestiegenen Erbbauzins hält in Lüneburg weiter an. Foto: privatLüneburg, 15.08.2025 - Kann es einen Kompromiss beim Streit um den gestiegenen Erbbauzins geben und wie könnte dieser aussehen? Darum geht es in dem "Lüneburger Erbbaurecht-Modell", an dem eine Arbeitsgemeinschaft des Rates der Stadt arbeitet, seit die Kritik seitens der Erbbau-Berechtigten wegen des teils extrem gestiegenen Erbbauzinses nach Ablauf der bisherigen Verträge nicht abebbte. Ein erster Entwurf für das Lüneburger Modell liegt bereits vor. Dieser soll nun einem "Realitäts-Check" unterzogen werden.

Intelligenz-Test im Rathaus

Innenministerin Behrens warf heute einen Blick auf die digitale Kompetenz der Lüneburger Verwaltung 

Innenministerin Daniela Behrens trug sich heute im Beisein von Bürgermeisterin Jule Grunau ins Gästebuch der Hansesteadt Lüneburg ein. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 06.08.2025 - Intelligenz in der Lüneburger Verwaltung? Wer daran bislang zweifelte, wurde heute eines Besseren belehrt. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) überzeugte sich am Vormittag im Rathaus der Stadt höchstpersönlich davon, dass diese Eigenschaft tatsächlich vorhanden ist. Dabei ging es allerdings weniger um die Beurteilung politischer Entscheidungen der Grünen Verwaltungsspitze. Im Mittelpunkt stand die Künstliche Intelligenz als neue Schaffenskraft im Rathaus.