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Politik und Verwaltung

Langsamer durch Lüneburg

Stadtverwaltung will das gesamte Stadtgebiet auf Tempo-30-Zonen überprüfen

Hier vor der Hermann-Löns-Schule gilt das neue Tempolimit bereits. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 29.05.2025 - Autofahrer müssen sich in Lüneburg auf weitere Tempo-30-Zonen einstellen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollen "perspektivisch" entsprechende  Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Nähe von Spielplätzen, Fußgängerüberwegen und hochfrequentierten Schulwegen eingerichtet werden. Die Verwaltung verweist hierzu auf eine im vergangenen Jahr beschlossene Rechtsgrundlage. Den Anfang machen ab sofort Abschnitte vor zwei Lüneburger Grundschulen.

Ein Büro gegen die Wohnraumnot

Lüneburgs Verwaltung will deutschlandweite Wohnungskrise lösen

Im Dialograum in der Grapengießerstraße in Lüneburg freut man sich über neue Ideen. Foto: Stadt Lüneburg Lüneburg, 26.05.2025 - Die Lüneburger Stadtverwaltung hat sich Großes vorgenommen. Sie hat jetzt die Weichen gestellt für ein Konzept, mit dem die kommunale Wohnraumkrise überwunden werden soll. Doch damit nicht genug. Denn das Konzept soll nicht nur für Lüneburg gelten, sondern Lösungsansätze gleich für ganz Deutschland bieten. Und damit das auch klappt, hat Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch das Ganze gleich zur Chefsache gemacht. 

Wie der Verkehr während der Mega-Baustellen fließen soll

Stadt lädt zu Info-Veranstaltung am 5. Juni ein

An der Dahlenburger Landstraße wird bereits gearbeitet, doch die Dauerbaustelle kommt erst noch. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 21.05.2025 - Vielen reicht es schon jetzt, doch das Schlimmste kommt erst noch. Ab dem Sommer stehen im Osten der Stadt zwei Großbaustellen an: die Erneuerung der Bahnbrücke an der Bleckeder Landstraße sowie die Erschließung des Wohn- und Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Lucia-Gelände an der Dahlenburger Landstraße. Hinzu kommen etwa mit der Sperrung der Soltauer Landstraße und Arbeiten auf der Artlenburger Landstraße weitere Hindernisse, die den Verkehr in der Stadt zusätzlich massiv beeinträchtigen werden. Nun will die Stadtverwaltung dem Frust der Autofahrer mit einem Info-Abend begegnen.

WC-Anlage im Rathaus wird wegen Insolvenzen später fertig

Stadtverwaltung muss Gewerke neu ausschreiben – Fertigstellungstermin offen 

Das kleine WC-Gebäude im Rathaus will einfach nicht fertig werden. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 21.05.2025 - Drei Insolvenzen innerhalb von sechs Monaten bei einem eher überschaubaren Bauvorhaben, das gibt es nicht alle Tage. Das Rathaus ist davon nun betroffen, genauer die geplante WC-Anlage. Dort gab es schon wiederholt Überraschungen, vor allem wegen der historischen Bausubstanz. Nun aber sind es drei Betriebe, die ihre Auträge nicht erledigen können.

Stahlgerüst soll Rathaus retten

Schwere Schäden im Mauerwerk – Mehrere Jahre Bauzeit

Das massive Stahlgerüst zur Rettung der Rathausfassade steht bereits. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 16.05.2025 - Erschreckende Nachrichten aus dem Lüneburger Rathaus: Die Fassade des historischen Gebäudes im Zentrum der Stadt ist einsturzgefährdet. War bislang nur von abplatzendem Putz an der Außernfassade die Rede, liegt das Problem jetzt offenbar deutlich tiefer. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, sind die Schäden im Mauerwerk so stark, dass nun eine massive Konstruktion aus Stahl und Holz Schlimmeres verhindern soll.

Brücke an der Soltauer Straße wird abgerissen

Bauarbeiten sollen Ende Juli beginnen und und acht Monate dauern

Die Brücke an der Soltauer Straße soll abgerissen und durch eine neue ersetzt werden. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 15.05.2025 - Angekündigt wurde es bereits, jetzt steht der Termin fest: Die marode Eisenbahnbrücke über die OHE-Strecke an der Soltauer Straße wird abgerissen. Die Schäden am Bauwerk beträfen sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Standsicherheit des Bauwerks selbst, teilte die Stadtverwaltung mit. Ende Juli soll mit den Abrissarbeiten und dem Bau einer neuen Brücke begonnen werden. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit einer Bauzeit von acht Monaten.

Sitzgruppe stößt erneut auf Kritik

ALA irritiert über Ignoranz der Verwaltung – Verein hat neuen Vorstand gewählt

Funktional, aber störend. Die Sitzgruppe am Markt passt nicht in das historische Stadtbild. Foto: LGheuteLüneburg, 14.05.2025 - Abrisse verhindern, Bausünden anprangern, Neubauten harmonisch einbinden, das historische Stadtbild erhalten – Lüneburg darf dankbar sein, den Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) zu haben. Immer wieder legt er den Finger in offene oder drohende Bauwunden, kritisiert Politik und Stadtverwaltung, wenn sie mal wieder auf falschem Kurs sind. Dabei richtet der ALA seinen Blick auch auf Details. Jüngster Stein des Anstoßes ist die neue Sitzgruppe auf dem Lüneburger Marktplatz.

Hetze gegen Lüneburger AfD-Politiker?

"Landeszeitung" stellt Berufsausübung von Dirk Neumann infrage – Verfassungsschutz rudert bereits zurück

Was hat sich die Redaktion der Landeszeitung bei dem Artikel gedacht? Foto: LGheuteLüneburg, 08.05.2025 - Die Einstufung der AfD als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" durch das Bundesamt für Verfassungsschutz schlägt nun auch in Lüneburg Wellen. Anlass ist ein Artikel in der "Landeszeitung" (LZ) , in dem die Frage aufgeworfen wird, ob der Lüneburger AfD-Politiker Dirk Neumann, der seit 2016 auch Mitglied im Rat der Stadt ist, weiterhin Polizeibeamter in der Polizeidirektion Lüneburg bleiben darf. Bei den "Linken" kommt der Artikel gut an, deutliche Kritik gibt es von der AfD. Unterdessen hat der Verfassungsschutz seine umstrittene Einstufung heute zurückgenommen. 

Die Kapitulation auf dem Timeloberg

Sehenswerte Ausstellung im Museum Lüneburg und hoher Besuch im Rathaus

Mit einem Militärfahrzeug wie diesem, versehen mit weißer Parlamentärsflagge für Verhandlungen in Kriegszeiten, war die deutsche Wehrmachts-Delegation zwischen den Fronten unterwegs, um die Kapitulation vorzubereiten. Das Fahrzeug ist Teil der Sonderausstellung im Museum Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 04.05.2025 - "Wer sind die und was wollen die?" Diese Worte soll Generalfeldmarschall Bernard Montgomery zu seinem Adjutanten gesagt haben, als die deutsche Wehrmachts-Delegation um Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg am 3. Mai 1945 auf dem Timeloberg bei Wendisch Evern erschien, um mit dem Befehlshaber der alliierten Streitkräfte über eine Teil-Kapitulation zu verhandeln. Verhandelt wurde allerdings nichts mehr, einen Tag später, am 4. Mai, unterzeichnete die Delegation um 18.30 Uhr die bedingungslose Teil-Kapitulation. Spannende Fakten wie diese gab es heute im Museum Lüneburg zu hören und zu sehen. Und im Rathaus der Stadt erinnerte hoher Besuch an den historischen Tag heute genau vor 80 Jahren.

Ein Lotse für die Wirtschaft

Eckhard Pols soll Unternehmen und Betriebe durch den Verwaltungsdschungel führen

Auf Eckhard Pols wartet eine neue Aufgabe in der Lüneburger Stadtverwaltung. Foto: privatLüneburg, 29.04.2025 - Wer sich mit einem Unternehmen oder Betrieb in Lüneburg niederlassen oder vergrößern will, braucht viel Geduld. Grund sind die zahlreichen bürokratischen Hürden, die für benötigte Baugenehmigungen und Förderverfahren überwunden werden müssen oder wegen ausufernder Umwelt- und Brandschutzauflagen zu erfüllen sind. Das behindert nicht nur Unternehmen, es ist auch für die Stadt schlecht, die auf sprudelnde Gewerbesteuer-Einnahmen angewiesen ist. Nun soll sich der Lüneburger CDU-Politiker Eckhard Pols als "Wirtschaftslotse" ratsuchenden Unternehmen annehmen.

Wohin steuert Lüneburg?

Kann die schwindende Innenstadt-Attraktivität gestoppt werden? – 4. Stadtkonferenz soll Antworten geben 

In Workshops und an Stehtischen wie hier in der Leuphana Universität soll erneut geklärt werden, wie sich Lüneburg im Wettbewerb behaupten kann. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 27.04.2025 - Fast fünfzig Leerstände bei den Geschäften in der Innenstadt, Tendenz steigend – Lüneburg ist an einem kritischen Punkt, die Attraktivität der Einkaufsstadt leidet. Die Gründe dafür sind bekannt: Externe Faktoren wie der Online-Handel oder das Grüne-Wiesen-Shoppingzentrum Designer Outlet Soltau machen dem lokalen Handel mächtig Konkurrenz. Hinzu kommen eigene Defizite wie zu hohe Pachten und eine unattraktive Verkehrspolitik, die Interessen von Radfahrern höher gewichtet als die Einkaufskraft derjenigen, die Lüneburg auch absehbar weiter nur mit dem Auto ansteuern können. Wie also soll die Wende zum Besseren gelingen? Das ist Thema der 4. Lüneburger Stadtkonferenz.

Künftig nur noch digital

Neue Regelung für Passfotos – Starttermin wegen Lieferproblemen aber unklar

Lüneburg, 25.04.2025 - Wer seinen Personalausweis verlängern oder erneuern muss, wird dafür nicht nur wie gewohnt zur Gebührenkasse gebeten, er wird mit einem Papier-Passfoto künftig auch nicht mehr weit kommen. Denn ab dem 30. Juni können bei der Beantragung deutscher Ausweisdokumente sowie elektronischer Aufenthaltstitel ausschließlich digitale Passfotos verwendet werden. Das gab jetzt die Stadtverwaltung bekannt. Erfreulich: Die Fotos können direkt vor Ort im Bürgeramt aufgenommen werden. Aber: Kostenlos ist der Service nicht, ebenso ist offen, wann ab wann die Vorgabe gilt. 

Besser radeln am alten Hafen

Kopfsteinpflaster hinterm Behördenzentrum wird geglättet

Ein neues Geländer gibt es schon, nun soll noch das holprige Kopfsteinpflaster für angenehmeres Radeln geglättet werden. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 24.04.2025 - Lange war er einer der wichtigsten Orte in Lüneburg, galt als Umschlagplatz vor allem für Salz und Holz: der alte Hafen an der Ilmenau. Zuletzt sorgte dort der ehemalige Schlachthof für Betriebsamkeit, mit dessen Ende und dem düsteren Neubau für das Behördenzentrum verschwand wieder eines der die Stadt prägenden Orte. Heute sind nur noch die Kaimauer und der gepflasterte Weg erhalten, der nun fahrradtauglicher werden und den Treidelweg an der Ilmenau in die Stadt verlängern soll.

Fahrradring soll weiter wachsen

Neuer Abschnitt führt über Salzstraße und Neue Sülze – Versenkbarer Poller geplant 

Hier in der Straße Neue Sülze soll auf Höhe der Bushaltestelle der versenkbare Poller stehen. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 13.04.2025 - Der Lüneburger Fahrradring nimmt weiter Formen an. Nachdem der Ring auf den Abschnitten Wallstraße, Haagestraße, Kalandstraße und Bei der St. Johanniskirche bereits fertiggestellt ist, sind nun die Vorplanungen für den nächsten Teilabschnitt abgeschlossen worden. Der hat eine Länge von 600 Metern und verläuft in der Salzstraße und in der Straße Neue Sülze. Die Stadtverwaltung präsentierte im Mobilitätsausschuss die Pläne.

Wassergebundene Wegedecken und neue Sitzmöbel

Die Lüneburger Stadtverwaltung hat den Thorner Platz am Kreideberg neu gestaltet 

Der Thorner Markt nach der Umgestaltung. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 04.04.2025 - Wann wird ein Platz zu einem Platz? Wer schon mal das Vergnügen hatte, südeuropäische Städte kennenzulernen, weiß um den Charme, der von italienischen Piazzas und spanischen Plazas ausgeht – ihnen ist die Einladung zur Geselligkeit gemein. In Lüneburg ist man davon weit entfernt. Hier geht Zweckmäßigkeit vor Wohlempfinden, Reinigungspragmatismus vor Verweilgefühl. Aktuelles Beispiel ist der neu gestaltete Thorner Platz am Kreideberg.

Bilder gegen die Tristesse

Im ehemaligen "Lünebuch"-Haus dürfen Künstler vorübergehend ihre Werke zeigen

Auch Gudrun Jakubeit ist mit ihren Bildern im ehemaligen Lünebuch-Haus präsent. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 30.03.2025 - Seit bald drei Jahren steht das ehemalige "Lünebuch"-Haus am Markt leer, doch nun soll wieder Leben in das schmucklose vierstöckige Gebäude einziehen. Allerdings noch nicht wie geplant die Stadtverwaltung, die für den Kauf des Hauses im vergangenen Jahr grünes Licht vom Rat bekam und dort Ersatzräume für ihre Mitarbeiter schaffen will. Bis es soweit ist, soll eine Zwischenlösung den noch tristen Anblick durch farbenfrohe Kunstobjekte aufhübschen. 

Das Problem sind immer die anderen

Der Vorgang um die Neueinstellung der Sozialdezernentin zeigt Defizite der Oberbürgermeisterin auf

Im Lüneburger Rathaus - hier der Trakt mit den Amtsstuben der Oberbürgermeisterin - werden Fehler zur Zeit lieber außerhalb der eigenen Mauern verortet. Foto: LGheute25.03.2025 - Eine Politposse besonderer Art spielt sich dieser Tage in Lüneburg ab. Im Mittelpunkt: Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne). Vordergründig geht es um angebliche Indiskretionen bei der Neubesetzung der Dezernentenstelle für Bildung, Jugend und Soziales in der Stadtverwaltung. Im Kern aber zeigt es das Bild einer Oberbürgermeisterin, die zwar gern von Transparenz spricht, dann aber scheitert, wenn sie diese selbst einlösen muss. 

Bildung, Jugend und Soziales unter neuer Führung

Gabriele Scholz ist die neue Sozialdezernentin in Lüneburg – Ärger über angebliche Indiskretionen

Gabriele Scholz (r.) bei ihrer Amtseinführung im Rat der Stadt mit Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 25.03.2025 - Lüneburg hat eine neue Sozialdezernentin. Ab 1. April ist Gabriele Scholz neue Leiterin des Dezernats für Bildung, Jugend und Soziales, sie tritt damit die Nachfolge von Florian Forster an, der im November sein Amt niedergelegt hatte. In seiner Sitzung am 20. März stimmte der Rat der Stadt dem Personalvorschlag von Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch zu.

Teure Duschen

Auf der Sportanlage Hasenburger Grund soll für 2,4 Millionen Euro ein Umkleide-Neubau entstehen

Schlicht, dafür aber teuer: der geplante Neubau für die Sportanlage am Hasenburger Grund. Grafik: Stadt Lüneburg23.03.2025 - Wer schon mal ein Haus gebaut hat, weiß: Für 2,4 Millionen Euro bekommt man selbst in Lüneburg eine durchaus respektable Bleibe mit Ausstattung auf Spitzenniveau mit parkähnlichem Grundstück inklusive Maklercourtage, Notarkosten und Grundsteuer. Diesen Betrag nimmt nun auch die Stadt Lüneburg in die Hand, allerdings für andere Zwecke. Für 2,4 Millionen Euro lässt sie auf der Sportanlage Hasenburger Grund einen Neubau errichten: für Umkleidekabinen und Duschen. Das Geld dafür wird mit Zustimmung des Rates aus anderen Vorhaben abgezogen.

Die Hindenburgstraße heißt jetzt Gartenstraße

Rat beschließt Umbenennung mit großer Mehrheit

Die Hindenburgstraße in Lüneburg ist Geschichte. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 22.03.2025 - Die Hindenburgstraße ist umbenannt. Sie heißt ab sofort Gartenstraße und bekommt damit ihren alten Namen zurück. Das hat der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung mit namentlicher Abstimmung mehrheitlich beschlossen.