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Politik und Verwaltung

Ein Plakat soll's richten

Mit sechs Stellwänden will die Stadt dem aktuellen Baustellen-Frust begegnen

Sechs dieser Plakatwände hat die Stadtverwaltung in Lüneburg aufgestellt. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 23.10.2025 - Wer Lüneburg in diesen Tagen von außerhalb ansteuert, muss ein grundsätzliches Verständnis für deutsche Umleitungssymbole und mitunter viel Geduld mitbringen. Denn die Stadt, die sich nahezu komplett eingemauert hat, macht es selbst gutgewillten Eindringlingen schwer, die Innenstadt zu erreichen. Grund sind die zahlreichen Baustellen, die nahezu zeitgleich eröffnet wurden und sowohl Besucher als auch Lüneburger für die nächsten Jahre auf eine harte Probe stellen – mit negativen Folgen für den innerstädtischen Einzelhandel. Mit einer Plakat-Aktion will die Stadt dem Stau- und Umleitungs-Frust entgegenwirken. 

Eine Kampagne, die mehr Probleme schafft als löst

Die LMG will Tausende Auswärts-Pendler dauerhaft nach Lüneburg holen

Bekannte Situation am Lüneburger Bahnhof: Pendler warten am Morgen auf den Zug nach Hamburg. Deutlich mehr Pendler aber kommen aus der Gegenrichtung. Foto: LGheuteLüneburg, 22.10.2025 - Die Lüneburg Marketing GmbH – ihr Geschäft ist die Hervorhebung der Vorteile der Stadt gegenüber anderen Standorten – hat eine neue Kampagne ins Leben gerufen. Weil beim Blick auf die täglichen Pendlerzahlen festgestellt wurde, dass mehr Menschen in Lüneburg ein- als auspendeln, soll dieses Saldo-Defizit nun korrigiert werden. Die Idee der Marketing-Truppe: Zieht doch bitte alle nach Lüneburg, schließlich gibt es auch hier tolle Jobs. Das Konzept hat nur einen Haken.

Schluss mit der Datenweitergabe

Bürger können online von ihrem Selbstbestimungsrecht Gebrauch machen

Das Bürgeramt in Lüneburg gibt persönliche Daten der Lüneurger nicht weiter – allerdings nur nach entsprechendem Antrag. Foto: LGheuteLüneburg, 21.10.2025 - Wer glaubt, das in Deutschland gesetzlich verbriefte Recht auf informationelle Selbstbestimmung greife automatisch und allumfassend, sieht sich bisweilen getäuscht. Denn wie immer, wenn Politik und Staat an eigentlich geschützten Daten interessiert sind, werden diese auch bereitwillig bereitgestellt. Unter anderem an Parteien. Wer dies nicht möchte, kann sich wehren. Doch dafür bedarf es eines aktiven Handels der Betroffenen. 

Politik mit Tarnkappe

Lüneburgs Ratsfrau Andrea Kabasci hat vor Monaten die Grünen verlassen, ohne es bekannt zu machen

Andrea Kabasci ist nicht bei den Grünen, aber irgendwie dann doch. Foto: LGheuteLüneburg, 13.10.2025 - Im Lüneburger Stadrat werden sich einige Mitglieder vermutlich vor Verwunderung die Augen gerieben haben, als sie kürzlich erfuhren, dass Andrea Kabasci schon seit längerer Zeit nicht mehr Mitglied der Grünen ist. Dass Politiker ihre Partei verlassen, ist zwar nichts Ungewöhnliches, wohl aber, es nicht öffentlich bekannt zu machen. Bei Frau Kabasci kommt sogar noch ein Weiteres hinzu: Sie ist weiterhin Mitglied der Fraktion der Grünen.  

Flüchtlinge werden ins Rote Feld umgesiedelt

Stadtverwaltung will Unterkunft im Ilmenau-Center räumen 

Lüneburg, 09.10.2025 - In dieser Woche hat für 45 Flüchtlinge aus der Notunterkunft im Ilmenau-Center der Umzug in die Notunterkunft im Wilschenbrucher Weg im Lüneburger Stadtteil Rotes Feld begonnen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollen den Bewohnern damit zum einen bessere Lebensbedingungen geboten werden, zum anderen soll noch in diesem Monat der Rückbau der Unterkunft im Ilmenau-Center beginnen, wo der Mietvertrag im Februar 2026 endet.

Ende einer Alternative

Die Stadtverwaltung will die Bauwagen-Gemeinschaft umsiedeln

Die Bauwagensiedlung am nordöstlichen Stadtrand von Lüneburg steht vor ihrem Aus. Foto: LGheute Lüneburg, 01.10.2025 - Für die einen sind sie die Erfüllung eines unangepassten Lebens frei von Normen und gesellschaftlichen Zwängen, für andere eine hingenommene Duldung nicht hinzunehmender Provokationen. Gemeint ist die Bauwagensiedlung am nördlichen Stadtrand von Lüneburg, wo seit Jahren ein paar Andersdenkende ihren Idealen von einer freien Gesellschaft in Bauwagen-Idyllen nachgehen. Das soll nun ein Ende haben, vorgegeben ausgerechnet von einer Grün-regierten Stadtverwaltung. Die hat offenbar etwas gegen den Platz, auf dem die Siedler seit vielen Jahren ihr Lebensideal zu realisieren versuchen. 

Spektakulärer Fund am Bilmer Berg

Archäologen legen Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit frei

Dort, wo künftig ein weiteres Gewerbegebiet entstehen soll, gab es während der römischen Kaiserzeit schon mal ein solches. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 01.10.2025 - Einen überraschenden Fund haben Archäologen im künftigen Gewerbegebiet Bilmer Berg II in Lüneburg gemacht. Bei vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des Geländes haben die Wissenschaftler eine bedeutende Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit freigelegt. Für die Archäologen ist die ehemalige Ackerfläche im Osten der Stadt "eine wahre Fundgrube", heißt es aus dem Rathaus.

Gefährliche Autobahn-Wurfattacken haben Folgen

Staatsanwaltschaft Lüneburg erhebt Anklage gegen zwei Männer wegen versuchten Mordes

Lüneburg, 30.09.2025 - Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat Anklage erhoben gegen einen 32-jährigen und einen 22-jährigen Mann unter anderem wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes sowie des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in einer Mehrzahl von Fällen. Den beiden Angeschuldigten wird vorgeworfen, an mehreren Tagen Ende Mai/Anfang Juni diesen Jahres jeweils in den Abendstunden oder in der Nacht massive Gegenstände, darunter Warnbaken-Füße, eine Betonplatte, Steine und einen Baumstamm, von Autobahnbrücken auf die Fahrbahn, zum Teil auch direkt auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen zu haben (LGheute berichtete).

Damit das ganz große Chaos vermieden wird

Stadt stellt Forderungen für den SEV zur Bahn-Sperrung im kommenden Jahr

Der Bahnhof menschenleer, die Busse dafür umso voller. Die Lüneburger müssen sich im kommenden Jahr auf harte Monate einstellen. Foto: LGheute Lüneburg, 18.09.2025 - Verstopfte Autobahnen, überfüllte Busse, frustrierte Pendler – schon jetzt ist absehbar, dass die geplante Vollsperrung der Bahnstrecke Hamburg–Hannover im kommenden Jahr zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juli viele Menschen auf eine harte Geduldsprobe stellen wird. Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) fordert für den geplanten Schienenersatzverkehr (SEV) deshalb eine praxistaugliche Lösung. 

Notdurft im Rathaus wieder möglich

Neuer WC-Bereich wird zum Sülfmeisterfest geöffnet

Etwas versteckt: Der neue WC-Bereich im Rathausgarten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 16.09.2025 - Es hat lange gedauert, wie lange genau, können wohl nur noch Eingeweihte sagen. Jedenfalls soll der neue WC-Bereich im denkmalgeschützten Lüneburger Rathaus in Kürze seine Pforten für von Notdurft Geplagte öffnen, und zum rechtzeitig zu den bierkonsumfreudigen Sülfmeistertagen am 26. September. Zur langen Bauzeit gesellen sich auch entsprechend hohe Kosten für die Sanierung.