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Umwelt und Gesundheit

Hochwasser kostet den Landkreis rund eine Million Euro

Kreisausschuss gibt Mittel frei - Einsparungen an anderer Stelle gefordert

Lüneburg, 18.06.2013 - Mit rund einer Million Euro zusätzlicher Kosten rechnet der Landkreis Lüneburg, die er für die Maßnahmen rund um die Einsätze und Aktivitäten beim Elbe-Hochwasser aufbringen muss. Als wesentliche Kostenfaktoren wurde die Beschaffung von Sandsäcken, der Einsatz von Maschinen sowie die Verpflegung von mehreren Tausend Helfern genannt. Die Mittel hat der Kreisausschuss jetzt überplanmäßig bereitgestellt. Zugleich wurde beschlossen, die überplanmäßigen Aufwendungen an anderer Stelle im Haushalt des Landkreises einzusparen. Angaben, wo genau diese Einsparungen vorgenommen werden sollen, machte der Landkreis heute jedoch nicht.

Thomasburger Mühlenwehr soll vor der Neetze geschützt werden

Lüneburg, 18.06.2013 - Der Landkreis Lüneburg ist mit dem Lauf der Neetze am denkmalgeschützten Thomasburger Mühlenwehr nicht glücklich. Ökologisch wie hydraulisch sei die Situation dort nicht optimal, so der Landkreis, Fischen und anderen Wasserbewohnern seien durch den Wasserstau an der Mühle Wanderwege versperrt, bei Hochwasser bestehe zudem Gefahr für das alte Mühlenwehr. Wie die Pläne für den Eingriff aussehen, will das vom Landkreis Lüneburg beauftragte Ingenieurbüro Aquaplaner aus Hannover am Donnerstag, 20. Juni, um 19 Uhr im Saal des Kindergartens Thomasburg vorstellen.

Hannover gibt Fluthilfe-Millionen frei

Land beschließt Nachtragshaushalt - 40 Millionen Euro Soforthilfe für Hochwasser-Geschädigte 

Hannover, 18.06.2013 - Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung den Entwurf eines Nachtrags­haushalts für das laufende Jahr beschlossen. Damit werden die haushaltsrechtli­chen Vorausset­zungen für die Gewährung von Soforthilfen im Zusammenhang mit den Hochwasser­ereignis­sen dieses Frühsommers in Niedersachsen auf den Weg gebracht. Das Land stellt insge­samt 20 Millionen Euro Soforthilfe bereit, weitere 20 Millionen werden vom Bund finanziert. Dar­über hinaus werden Landesmittel in Höhe von 10,5 Millionen Euro für Erstattun­gen nach dem Katastrophenschutzgesetz bereitgestellt.

Elbe-Hochwasser: Katastrophenalarm aufgehoben

Lüneburg, 16.06.2013 - Die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg haben heute den Katastrophenalarm aufgehoben. In den letzten zwölf Stunden haben sich keine Problemlagen mehr ergeben, teilt die Polizeidirektion in Lüneburg mit. Auch alle im Rahmen des Einsatzes aufgetretenen besonderen Problemzonen sind gesichert, so dass die Lage sukzessive in die Alltagsorganisation überführt werden kann, so die Polizei. Beide Landkreise weisen darauf hin, dass zum Schutz der Deiche deren Betreten trotzdem bis auf Weiteres untersagt bleibt.

Elbe-Hochwasser: Elbbrücke Lauenburg wieder frei

Lüneburg, 15.06.2013 - Die Pegelstände der Elbe sinken weiter. Der Pegel in Hohnstorf zeigte heute Morgen einen Wert von 9,08 Meter. Die Elbbrücke nach Lauenburg konnte daher heute Morgen für den Verkehr wieder freigegeben werden. Dennoch ist entlang den Deichstrecken im Landkreis Lüneburg weiterhin angespannt, da die Deiche mittlerweile durch das lange anstehende Hochwasser stark beansprucht sind.

Elbe-Hochwasser: Deiche unter Kontrolle

Wasserstände sinken - Rückbau der Deicherhöhungen beginnt - NLWKN: Wachsamkeit weiterhin geboten

Lüneburg, 14.06.2013 - Auch heute sind entlang der niedersächsischen Elbe die Wasserstände weiter gesunken. "An vielen Pegeln bewegen wir uns aber immer noch im Bereich der alten Rekordwerte aus den Hochwasserereignissen zwischen 2002 und 2011, so dass auch in den kommenden Tagen weiterhin Wachsamkeit geboten ist", betonte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Freitag in Lüneburg. 

Elbe-Hochwasser: Landkreis warnt vor Infektionsgefahr

Wichtige Hinweise zum Verhalten bei oder Vermeiden von Hochwasserkontakt

Lüneburg, 13.06.2013 - Die Hochwasser der Elbe machen auch vor Abwasserkanälen nicht Halt. Durch die hochwasserbedingte Überschwemmung der Kanalisationen und Aufwirbeln von Schlamm und Sedimenten aus Flussbetten und Auen ist davon auszugehen, dass das Wasser der Elbe aktuell mit Bakterien (insbesondere Stuhlkeime) und Viren (insbesondere Hepatitis A) belastet ist. Der Landkreis Lüneburg gibt daher folgende Verhaltenshinweise:

Elbe-Hochwasser: Scheitel jetzt bei Neu Darchau

Lage stabil auf hohem Niveau - Erste Deichschäden - Airbus-Mitarbeiter helfen in Neu Bleckede

Lüneburg/Bleckede, 12.06.2013 - Der Scheitel des Elbe-Hochwassers schiebt sich weiter Richtung Bleckede. Während sich an den Pegeln Schnackenburg, Lenzen, Dömitz und Hitzacker nach zwei Tagen in etwa auf Niveau des Scheitelwerts eine fallende Tendenz eingestellt hat, befindet sich der Hochwasserscheitel derzeit im niedersächsischen Bereich unterhalb von Neu Darchau bis Hohnstorf, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg heute Nachmittag mit. Die Höchstwasserstände werden sich hier voraussichtlich etwa zwei Tage auf dem hohen Niveau halten. 

Elbe-Hochwasser: Druck auf die Deiche nimmt zu

Bisherige Höchstwerte um 50 Zentimeter überschritten - Elbwasser auf zusätzliche Keime kontrolliert

Lüneburg, 11.06.2013 - An den Pegeln Schnackenburg, Lenzen, Hitzacker und Dömitz hat sich der Scheitelwert eingestellt, der sich in den nächsten Tagen voraussichtlich auf einem hohem Niveau halten wird, teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg mit. Der Hochwasserscheitel befinde sich gegenwärtig zwischen Wittenberge und Dömitz. An den Pegeln Schnackenburg bis Dömitz zeichnet sich nach Angaben des NLWKN gegenwärtig eine Überschreitung von fast 50 Zentimeter über den bisher höchsten gemessenen Wasserständen aus.

Elbe-Hochwasser: Ministerpräsident Weil in Alt Garge

Pflegeheim evakuiert - Im Amt Neuhaus entsteht Zeltstadt

Lüneburg/ Alt Garge, 11.06.2013 - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil besuchte gestern die Hochwasserregion im Landkreis Lüneburg. Auf dem Kohlenplatz in Alt Garge machte sich Weil ein Bild vom Hochwassereinsatz an der Elbe. Der Platz wird für Hubschraubereinsätze vorbereitet, die bei Bedarf Sandsäcke zu gefährdeten Deichstellen bringen. Unterdessen wurde die Kreisstraße zwischen Bleckede und Alt Garge wegen Überflutung für den Verkehr gesperrt. Ein zwischenzeitlich errichteter Damm verhindert, dass Elbwasser von hinten nach Bleckede hineinläuft. 

Elbe-Hochwasser: Land beschließt 40 Millionen Euro Soforthilfe

Hannover: Schnelle und unbürokratische Hilfe - Liste der Entschädigungssummen

Hannover, 11.06.2013 - Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die Be­reitstellung von 40 Millionen Euro als Soforthilfe für die vom Hochwasser in Niedersachsen betroffenen Men­schen beschlossen. Dafür sollen 20 Millionen aus Landesmitteln und 20 Millionen aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt werden, teilte Innenminister Boris Pistorius nach der Kabinettssitzung in Hanno­ver mit. Über eine Vereinbarung mit dem Bund zur Zahlung ergänzender Bundesmittel in je­weils gleicher Höhe zu den Landesmitteln habe das Innenministerium Gespräche mit dem Bund aufgenom­men, teilte die Landesregierung heute mit.

Elbe-Hochwasser: Bund gibt 600.000 Euro für Jugendhilfe

Berlin/Lüneburg, 11.06.2013 - Das Bundesfamilienministerium stellt Mittel in Höhe von 600.000 Euro für Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung von Jugendhilfeeinrichtungen und Jugendhilfestrukturen wie Kindergärten oder Spielplätze bereit, teilte heute der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols mit. In den nächsten Tagen werde im Bundesfamilienministerium noch geklärt, wie die zugesagten 600.000 Euro schnell und unbürokratisch verteilt und zugeleitet werden, kündigte Pols an. Dabei werde das Bundesfamilienministerium eng mit dem Deutschen Bundesjugendring (DBJR) zusammenarbeiten.

Elbe-Hochwasser: Planungen für Evakuierung laufen weiter

Weitere Schulen geschlossen - Unterstützung aus dem Ausland

Lüneburg, 10.06.2013 - Die vorsorglichen Evakuierungsplanungen für Menschen und Tiere laufen trotz der schwer vorhersagbaren Wasserstände im Landkreis Lüneburg weiterhin auf Hochtouren. Wie der Landkreis am Abend mitteilte, wurde für fünf Altenheime eine Evakuierung geprüft. Aufgrund der exponierten Lage in Strachau wurde bereits jetzt das Senioren- und Pflegeheim Elbtalaue mit 28 Personen evakuiert. Bei einer generellen Evakuierung der betroffenen Anwohner werden diese hierüber gesondert informiert, gab der Landkreis bekannt. Er wies in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, auf Lautsprecherdurchsagen und Radiomeldungen zu achten.

Elbe-Hochwasser: Scheitel hat Niedersachsen erreicht

NLWKN prognostiziert langanhaltende Höchstwasserstände 

Lüneburg, 10.06.2013 - Der Scheitelwert des Elbehochwassers scheint Niedersachsen erreicht zu haben. Wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg mitteilt, ist der Pegelstand der Elbe in Schnackenburg seit gestern Abend mit 7,76 / 7,79 Meter und in Lenzen seit den frühen Morgenstunden mit 7,91 / 7,93 Meter weitgehend konstant. Der Wasserstand am Pegel Dömitz hat sich seit etwa 5 Stunden auf einer Höhe von 7,17 / 7,18 Meter eingependelt.

Rein und von hier

SPD und Grüne wollen Weichen für Ökostrom im Landkreis stellen

Lüneburg, 09.06.2013 - Die Mehrheitsgruppe von SPD und Grünen im Lüneburger Kreistag will, dass künftig nur noch Ökostrom in den kreiseigenen Gebäuden verbraucht wird. Einen entsprechenden Antrag hat die Gruppe für die kommende Kreistagssitzung am 24. Juni eingereicht. Darin fordert sie auch, stärker auf regenerative Energie aus der eigenen Region zu setzen. Hierzu soll gegebenenfalls das Vergaberecht entsprechend angepasst werden, heißt es in dem Antrag.

Elbe-Hochwasser: Brücke Lauenburg-Hohnstorf gesperrt

Katatstrophenschutzstab: Tierbestände evakuieren

Lüneburg, 09.06.2013 - Die Brücke zwischen Hohnstorf und Lauenburg ist seit heute Abend, 22 Uhr, für jeglichen Verkehr gesperrt. Aufgrund der Hochwassersituation appelliert der Katastrophenschutzstab dringend an alle Tierhalter im Gebiet des Artlenburger Deichverbandes und des Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverbandes, ihren Tierbestand zu evakuieren. Die hierfür eingerichtete Arbeitsgruppe bereitet derzeit alles für eine sichere Unterbringung der gemeldeten Tiere vor.

Elbe-Hochwasser: Ministerpräsident Weil besucht Krisenregion

Hannover/Lüneburg, 09.06.2013 - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wird morgen, 10. Juni, in die Hochwasserregion an der Elbe kommen, um sich vor Ort ein Bild von dem herannahenden Hochwasser und den laufenden Sicherungsmaßnahmen zu machen. Zuvor wird sich Weil bei der Polizeidirektion Lüneburg über die aktuelle Lage in der Krisenregion informieren. Gegen 10 Uhr will sich der Ministerpräsident in Alt Garge mit Landrat Manfred Nahrstedt und Bleckedes Bürgermeister Jens Böther treffen und die Situation am Deich in Augenschein nehmen. 

Elbe-Hochwasser: Neue Rekordwerte erwartet

NLWKN: Bemessungswasserstände werden bis zu 1 Meter überschritten

Lüneburg, 09.06.2013 - Im gesamten niedersächsischen Elbe-Abschnitt muss mit neuen Rekordwerten gerechnet werden. Dies teilte heute Abend der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg mit. Die Hochwasserwelle steigt im niedersächsischen Bereich weiter steil an. "Aufgrund der langandauernden sehr hohen Wasserstände in Barby ist auch für den niedersächsischen Elbe-Abschnitt mit einem länger andauernden Hochwasser zu rechnen", so der NLWKN. Die Höchstwasserstände an den niedersächsischen Pegeln werden für die Mitte der kommenden Woche erwartet.

Elbe-Hochwasser: Landkreis bereitet Evakuierungen vor

Ab Montag, 10. Juni, muss mit Evakuierungen in den Hochwasser-Regionen gerechnet werden

Lüneburg, 09.06.2013 - Wegen der steigenden Hochwasserpegel ist im Landkreis Lüneburg eine Überflutung der Deiche in der Woche ab Montag, 10. Juni, nicht auszuschließen. Der Katastrophenschutzstab bereitet daher vorsorglich eine Evakuierung der Anwohner in Gebieten, die überflutet werden könnten, vor. "Noch ist nicht bekannt, ob es überhaupt zur Evakuierung kommt. Sollte es zur Evakuierung kommen, werden alle betroffenen Anwohner noch einmal gesondert informiert. Bitte achten Sie auf Lautsprecherdurchsagen und Radiomeldungen!", teilte Landrat Manfred Nahrstedt heute Mittag mit.

Elbe-Hochwasser: Pegel steigen höher als erwartet

Freiwillige Helfer wieder dringend benötigt - Evakuierungen nicht mehr ausgeschlossen

Lüneburg/Bleckede, 09.06.2013 - Die leichte Entspannung in den Hochwassergebieten entlang der Elbe im Landkreis Lüneburg vom vergangenen Freitag ist vorbei. Gestern Nachmittag wurde die Prognose für die Höchstwasserstände deutlich nach oben korrigiert. Wie der Landkreis meldete, werden für Mittwoch, 12. Juni, folgende Pegelstände vorhergesagt: Dömitz 7,60 Meter, Neu Darchau 8,40 Meter und Hohnstorf 10,05 Meter. Der Pegelstand in Neu Darchau betrug heute um 13.37 Uhr bereits 7,21 Meter.