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Politik und Verwaltung

Hässliche Graffiti im historischen Hafen

Stadt ließ Sprayer ein halbes Jahr gewähren, jetzt werden Schmierereien kostenaufwändig entfernt 

Graffiti-Sprayer machten aus der historischen Kaimauer im Alten Hafen einen Schandfleck. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 17.11.2021 - Er ist einer der meistbesuchten und meistfotografierten Orte Lüneburgs: der Alte Hafen. Hunderttausende Touristen erfreuen sich Jahr für Jahr an der original historischen Kulisse, doch dort sind in letzter Zeit hässliche Spuren erkennbar. An der Kaimauer am Stint treiben Graffiti-Sprayer ihr Unwesen. Die Stadtverwaltung will die beschmierten Steine jetzt reinigen – und zeigt sich hilflos gegen erneute Schmierereien.

Die ermüdende Kraft der Reden

Die oft langen Debatten im Rat der Stadt sind kontraproduktiv und lähmen die Verwaltung. Und es könnte noch schlimmer kommen

Einer, der seine Redezeiten im Rat gern nutzt: Ulrich Blanck, Fraktionschef der Grünen. Foto: LGheuteLüneburg, 15.11.2021 - Anderthalb Stunden Redezeit für einen einzigen Tagesordnungspunkt im Rat der Stadt? Kein Problem. Die Geschäftsordnung des Rates gibt das her, und die Ratsmitglieder machen davon auch ausgiebig Gebrauch. Die Folge: immer mehr unerledigte Punkte auf der Tagesordnung. Das dürfte mit künftig acht im neuen Rat vertretenen Parteien noch zunehmen – es sei denn, die Ratsmitglieder beschränken sich in ihrem Redeschwall. Ob das aber kommt, ist noch offen, wie eine Abfrage bei den Fraktionsvorsitzenden zeigt.

Als Chef zurück nach Lüneburg

Mathias Dorn ist neuer Leiter des Ordnungsamts

Mathias Dorn. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 04.11.2021 - Das Lüneburger Ordnungsamt hat einen neuen Chef. Der Dahlenburger Mathias Dorn leitet ab sofort die Behörde, die er bereits aus früheren Zeiten gut kennt. Zuletzt war Dorn in gleicher Funktion in Dahlenburg tätig und dort auch Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Er folgt auf Joachim Bodendieck, der sich beruflich in Süddeutschland neu orientiert hat.

Jetzt hat sie den Schlüssel in der Hand

Claudia Kalisch hat heute ihr Amt als Oberbürgermeisterin angetreten

Die neue Chefin im Lüneburger Rathaus: Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch mit dem "Amtsschlüssel". Foto: LGheuteLüneburg, 01.11.2021 - Wer die Wege und Winkel in Lüneburgs Rathaus nicht kennt, kann sich schnell verheddern. Wohlahnend vertraute sich Claudia Kalisch rathauskundiger Begleitung an, als sie am Abend das Magistratszimmer aufsuchte. Dorthin hatte sie die Lüneburger Presse eingeladen. Thema: ihr erster Tag als Oberbürgermeisterin von Lüneburg. Den Beweis für die geglückte Amtsübergabe konnte sie auch präsentieren.

Gruppendynamische Suche in Lüneburg

Wer hat künftig das Sagen im Rat? Eine Mehrheitsgruppe scheint bislang nicht in Sicht 

Grün mit Rot oder doch lieber mit Schwarz? Das Farbenspiel beschäftigt derzeit die Fraktionen im künftigen Rat der Stadt. Foto: LGheuteLüneburg, 25.10.2021 - Wer geht mit wem? Diese auf Schulhöfen und Partys viel gestellte Pärchenfrage hat nun auch den Lüneburger Stadtrat erreicht. Beäugend und beschnuppernd sind die Fraktionen dort in diesen Tagen unterwegs auf der Suche nach einem Partner, der zur Erfüllung ihrer kühnsten Wünsche beitragen könnte – zumindest vorübergehend. Zwei haben sich jetzt gefunden. Das aber war es wohl vorerst auch.

Affront gegen die Kleinen

Debatte im Landtag um Stimmrechtsentzug in den Kommunen löst Kritik bei der FDP Lüneburg aus

Dürfen kleine Fraktionen bei Entscheidungen in den Ausschüssen künftig noch mit abstimmen? SPD und CDU in Hannover wollen das nicht mehr und haben das Gesetz dafür angepasst. Foto: LGheute Hannover/Lüneburg, 24.10.2021 - Wer die Mehrheit hat, bestimmt, wo's langgeht. Das ist politisches Alltagsgeschäft. Ihre Macht der Mehrheit haben nun SPD und CDU im Landtag von Hannover genutzt, das Stimmrecht von kleineren Fraktionen in den Städten und Gemeinden per Kommunalverfassungsgesetz einzuschränken. Dies hat nicht nur den Protest der Opposition im Landtag hervorgerufen, deutliche Kritik kommt auch von der Lüneburger FDP-Stadtratsfraktion. Grund sind Äußerungen eines Landtagsabgeordneten der SPD.

Doch noch Ehrenbürgerschaft für Mädge?

SPD, CDU und FDP wären bereit, dem scheidenden Oberbürgermeister die Würde anzutragen

Ulrich Mädge war dreißig Jahre Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg. Ende Oktober scheidet er aus dem Amt. Foto: LGheuteLüneburg, 22.10.2021 - Wieviel Anerkennung verdient ein Oberbürgermeister, der sich dreißig Jahre lang für seine Stadt eingesetzt hat? Diese Frage steht im Raum, nachdem Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge kürzlich vom Rat der Stadt verabschiedet wurde. Dabei gab es zwar Beifall, Buch und Blumen, eine angemessene Würdigung Mädges für dessen Verdienste um die Stadt war aber ausgeblieben – zum Bedauern von SPD, CDU und FDP. Ein Schlussstrich soll unter dieses Kapitel aber noch nicht gezogen werden.

Sie sind künftig nicht mehr dabei

25 Ratsmitglieder werden dem frisch gewählten Gremium nicht mehr angehören  

Fürs Abschiedsfoto kam nur ein Teil der Ratsmitglieder zusammen, die dem Gremium demnächst nicht mehr angehören werden. Zu sehen sind (v.l.) vorn: Jörn-Christian Manzke, Ulrich Mädge, Birte Schellmann, Sonja Jamme, Susanne Neuhaus, Eduard Kolle; Mitte: Heiko Meyer, Claudia Schmidt, Ernst Bögershausen, Andreas Neubert, Dr. Gerhard Scharf; hinten: Dr. Thomas Buller, Eberhard Manzke, Rainer Mencke, Ulrich Löb. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 15.10.2021 - Auf den neuen Rat der Stadt Lüneburg kommen nicht nur viele neue Aufgaben zu, auch viele neue Mitglieder werden antreten. Denn insgesamt 25 Ratsmitglieder und damit mehr als die Hälfte werden nicht mehr dabei sein, wenn der neu gewählte Rat am 4. November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommt. Viele von ihnen haben sich mehrere Jahre ehrenamtlich im Stadtrat engagiert. 

Am Ende nur Applaus

Nach 30 Jahren im Amt verabschiedete der Rat der Stadt gestern seinen Oberbürgermeister

Ein Abschied, der ihm schwer fiel: Ulrich Mädge bei seiner Verabschiedung durch den Rat der Stadt. Foto: LGheuteLüneburg, 14.10.2021 - Der letzte Tagesordnungspunkt "Besondere Ehrungen" war abgearbeitet, als Christel John doch noch einmal zum Mikrofon griff. "Wir sind noch nicht ganz fertig", sagte die Ratsvorsitzende und leitete damit zu dem über, das gestern in der Ratssitzung zwar nicht auf der Tagesordnung, in seiner Bedeutung letztlich aber über allem stand: die Verabschiedung von Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Doch nach 30 Jahren im Amt gab es für ihn lediglich Blumen, ein Buch und stehenden Applaus – mehr nicht.

Beim Klima den Überblick behalten

FDP regt neuen Ausschuss für mehr Transparenz an

Das Klima soll von der Politik in Lüneburg stärker in den Blick genommen werden. Das wünscht sich die FDP-Stadtratsfraktion. Foto: LGheuteLüneburg, 07.10.2021 - Die Lüneburger FDP-Stadtratsfraktion macht Dampf beim Thema Klima. Gleich für die erste Sitzung des neu gewählten Rats am 4. November hat sie einen Antrag eingebracht, der die Einrichtung eines neuen Ausschusses zum Ziel hat. Die Fraktion verspricht sich davon mehr Transparenz bei der Abstimmung der in den verschiedenen Ausschüssen beschlossenen Klima-Maßnahmen.